Aktuell: Zweite IQ-Ausbildungskonferenz zur Journalistenausbildung am 15. September 2016 in Bonn

Die Besten gewinnen:
Frischer Wind im Volontariat

Bei aller Vielfalt der Ausbildungswege an Universitäten, Akademien und Journalistenschulen: Das Volontariat bleibt der Königsweg in den Journalismus. Grund genug für die Initiative Qualität im Journalismus (IQ), den Schwerpunkt der zweiten IQ-Fachkonferenz zur Journalistenausbildung dieser betrieblichen Ausbildung zu widmen. Und dabei unter dem Titel „Die Besten gewinnen: Frischer Wind im Volontariat“ vor allem Ausbilder/innen, Volontäre und alle in der überbetrieblichen Bildungsarbeit Engagierten miteinander ins Gespräch zu bringen.

In dieser Fachkonferenz möchten die IQ-Partner BDZV, DJV, dju und Fachgruppe Journalistik in der DGPuK neue Daten und Überlegungen zur Volontärsausbildung vorstellen und diskutieren. Im Mittelpunkt des Forums aber steht der Erfahrungs- und Informationsaustausch, der in thematisch eingegrenzten kleinen Arbeitskreisen organisiert wird. Darin geht es um Erwartungen und Perspektiven zum Volontariat, um Abstimmungsprozesse zwischen den Lernorten, neue Lerninhalte, Vernetzung der Ausbildungsbetriebe, Aktuelles zum neuen Ausbildungstarif und alternative Schulstrukturen.

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Kontakt:
Erika Hobe c/o DJV
Bennauerstraße 60
53115 Bonn
Tel. +49 228 2017218
hob@djv.de

 

 

News

Lesen Sie die neueste Rundmail: Die Besten gewinnen - Frischer Wind im Volontariat

Speziell den Volontariaten widmet sich das eintägige IQ-Ausbildungsforum am 15. September 2016 bei der Deutschen Welle in Bonn. Ausbilder, Volontäre und Weiterbildner diskutieren unter verschiedenen Aspekten über die Zukunft der betrieblichen Ausbildung  weiter>>

Achtes Herbstforum der Initiative Qualität

Qualität hat ihren Preis – Journalismus finanzieren

Beim Achten Herbstforum der Initiative Qualität im Journalismus (IQ) haben am 12. Oktober in Berlin etwa hundert Medien-Experten über alternative Modelle der Medienfinanzierung diskutiert. Das Internet stellt zunehmend klassische Geschäftsmodelle für journalistische Inhalte in Frage. Vor dem Hintergrund sinkender Erlöse auf vielen Leser-  und Werbemärkten wurden im Berliner Funkhaus des Deutschlandradios Stiftungs- und Genossenschaftsmodelle erörtert. Auf der Tagesordnung der von Werner Lauff moderierten Veranstaltung standen aber auch Möglichkeiten und Grenzen von Crowdfunding (Schwarmfinanzierung) und staatlicher Förderung sowie neue digitale Strategien.

Der Intendant des Deutschlandradios, Willi Steul, sagte zum Auftakt der Tagung, die klassischen Medien erlebten derzeit einen „so nie gekannten wirtschaftlichen Druck“. Grundsätzlich aber halte er staatliche Subventionen aus ordnungspolitischen Gründen für „hochgradig problematisch“. Stephan Ruß-Mohl bezeichnete einen staatlich finanzierten Journalismus gar als „völlig abwegig“. Der Professor für Kommunikationswissenschaft an der Universität Lugano analysierte, der Journalismus befinde sich in einem „Schrumpfungsprozess“. Für Hoffnungen, Qualitätsjournalismus lasse sich künftig komplett durch Spenden, Stiftungen oder Crowdfunding finanzieren, bestehe wenig Anlass, urteilte Ruß-Mohl. So entsprächen etwa Spenden in Deutschland nur 0,1 Prozent des Bruttosozialproduktes und flössen vor allem in humanitäre Projekte. Stiftungen könnten eine dauerhafte Finanzierung journalistischer Angebote schon deshalb nicht leisten, weil sie meist auf spektakuläre Projekte ausgerichtet seien, urteilte der Kommunikationswissenschaftler, der auch das European Journalism Observatory leitet.

Gleich mehrere Experten appellierten beim IQ-Herbstforum an die Politik, Journalismus müsse künftig als gemeinnützig anerkannt werden.

Christian Humborg, Geschäftsführer des Recherchebüros Correct!v, forderte eine entsprechende Änderung des Anwendungserlasses zur Abgabenordnung. Alexander von Streit, Chefredakteur und Mitinitiator des Online-Magazins Krautreporter, sagte, er glaube nicht, dass Journalismus per se gemeinnützig sein müsse. Aber er sei davon überzeugt, dass gemeinnütziger Journalismus möglich sein müsse. Ähnlich äußerte sich auch Hermann-Josef Tenhagen, Chefredakteur des gemeinnützigen Online-Verbrauchermagazins Finanztip. Darüber hinaus dürften nicht unterschiedliche Mehrwertsteuersätze für Print- und Online-Medien bestehen, kritisierte Tenhagen, dessen gemeinnütziges Online-Angebot der Verbraucherberatung dient und vor allem über Affiliate-Links finanziert wird. Moritz Tschermak berichtete als Gründungschefredakteur des medienkritischen Watchblogs topfvollgold, dass die Gemeinnützigkeit dieses Projektes nur erreicht werden konnte, weil die Macher auch Bildungsveranstaltungen zum Thema Medienkritik anbieten.

„Stiftungen sind nicht dafür da, erodierende Geschäftsmodelle zu heilen“, warnte Jens Rehländer davor, allzu stark auf das Stifter- Engagement zu setzen. Der Leiter der Kommunikationsabteilung der Volkswagenstiftung berichtete, der Expertenkreis Stiftungen & Qualitätsjournalismus im Bundesverband Deutscher Stiftungen werde sich künftig dafür einsetzen, dass in der Öffentlichkeit der Wert journalistischer Produkte wieder bewusster gemacht werde. Auch Marlis Prinzing, Professorin an der Macromedia-Hochschule in Köln, appellierte an alle Beteiligten, sie müssten den öffentlichen Stellenwert von relevantem Journalismus deutlicher machen. Simone Jost-Westendorf leitet seit Juni die neue LfM-Stiftung Vielfalt und Partizipation in Düsseldorf. Sie umriss das Potenzial dieser Stiftung wie folgt: „Wir können den lokalen Journalismus nicht retten, aber zu Kooperationen anregen.“

Zu denen, die beim IQ-Herbstforum alternative Finanzierungsmodelle vorstellten, gehörten auch Philipp Schwörbel, Gründer des Berliner Lokalblogs Prenzlauer Berg Nachrichten, und Konny Gellenbeck. Die Projektleiterin des taz-Genossenschaftsmodells schilderte, wie die linksalternative tageszeitung erfolgreich darauf setzt, dass Unterstützer/innen Genossenschaftsanteile zeichnen oder freiwillig für Online-Inhalte zahlen. Bascha Mika, Chefredakteurin der Frankfurter Rundschau, und Florian Kranefuß, Geschäftsführer der Tagesspiegel- Gruppe, gaben Einblicke in die digitalen Geschäftsmodelle der Zeitungsverlage. Beide erklärten, dass die Zahlungsbereitschaft der Internetnutzer für Paywall-Erfolge zu gering sei. Außer den klassischen Bereichen Werbung und Vertrieb würden Medienhäuser ein Bündel neuer Geschäftsmodelle erschließen. Dabei handle es sich um Veranstaltungen oder Newsletter zu Spezialthemen, um E-Paper-Ausgaben und andere Nischenprodukte

Ralf Bremer, Leiter Politische PR bei Google Deutschland, erläuterte, wie die neue Google Digital News Initiative den Journalismus unterstützen will. Außer einem Innovationsfonds gebe es auch Produkt- Kooperationen. Entsprechende Fördermodelle würden in Kürze öffentlich gemacht. „Die Diskussion über die Finanzierung des Journalismus geht weiter“, sagte IQ-Sprecherin Ulrike Kaiser am Ende der Veranstaltung voraus. Das Thema gewinne an Dynamik.

Matthias Kurp

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Dokumentation 

IQ-Fachkonferenz zur Journalistenausbildung

Die Besten gewinnen: Markt und Möglichkeiten

Wie sieht eine zukunftsfähige Ausbildung für Journalistinnen und Journalisten aus? Mit dieser Frage beschäftigte sich die Ausbildungskonferenz der Initiative Qualität im Journalismus am Dienstag, 3. März 2015, in Bonn.

Die IQ-Partner BDZV, DJV, dju und Fachgruppe Journalistik in der DGPuK wollten mit dieser Konferenz innovative Projekte vorstellen und diskutieren. Dazu waren alle an der Ausbildung interessierten Journalistinnen und Journalisten, Ausbilder, Wissenschaftler und Medienunternehmer herzlich eingeladen – auch schon zu ersten Begegnungen und Gesprächen am Vorabend beim Get together im Post-Tower. (weiter>>)

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Dokumentation:

- Hier geht es zur Dokumentation

- Ausbilder/innen an Tageszeitungen: Ergebnisse einer Befragung für die 
  IQ-Ausbildungskonferenz von Prof. Dr. Beatrice Dernbach und Prof. Dr. Klaus Meier

 

Kontakt: hob@djv.de, Tel. 0228/20172-18

Aktuell: Siebtes IQ-Forum am 14. Oktober 2013

Journalistinnen und Journalisten brauchen mehr denn je eine fundierte Ausbildung, um ihre Aufgaben kompetent und professionell wahrnehmen zu können. Das stellt hohe Anforderungen an die Anbieter von Aus- und Weiterbildung – an die Medienunternehmen mit ihren Volontariaten ebenso wie an Hochschulen und Akademien. Mit welchen Konzepten reagieren sie auf Veränderungen in der Medienbranche, auf Digitalisierung, Social Media und neue Strukturen des Arbeitsmarktes? (Wie) muss sich Ausbildung neuorientieren, um auf die Medienzukunft vorzubereiten?  weiter >>       

Kontakt: hob@djv.de, Tel. 0228/20172-18         Dokumentation >>

Dokumentation: Sechstes IQ-Hebstforum am 10. Oktober 2011

Das sechste Herbstforum 2011 steht unter dem Leitthema „Qualität im Blick – Medienkritiker und Ombudsleute“ (vgl. Anhang). IQ hat namhafte Expertinnen und Experten aus Medien und Wissenschaft gewonnen, die in zwei Panels diskutieren: Panel 1 setzt sich mit der Frage auseinander, welchen Beitrag Medienfachjournalisten zur Qualitätssicherung leisten und wie sich ihre Rolle in der Medienlandschaft verändert. Im Panel 2 informieren Ombudsleute aus den Medien über ihre unterschiedlichen Konzepte und Erfahrungen; es bildet den Auftakt für eine bundesweite Arbeitsgemeinschaft von Ombudsleuten. weiter >>                 zur Dokumentation

Dokumentation: Fünftes Herbstforum der Initiative Qualität im Oktober 2009

Qualität mit Zukunft - Zukunft mit Qualität?

Die Qualität des Journalismus leidet zunehmend unter den Folgen der Wirtschaftskrise, unter der Konkurrenz aus dem Internet, unter der Beschleunigung der Nachrichtenproduktion und unter einer mangelnden Ausbildung vieler Medienmacher. Zu diesem Ergebnis kamen am 19. Oktober in Berlin Experten beim Fünften Herbstforum der Initiative Qualität im Journalismus (IQ). Dabei forderten Chefredakteure und Wissenschaftler mehr Spielraum für Recherche, Hintergrundberichterstattung, Analyse und Orientierung. ... mehr           zur Dokumentation

IQ - Qualität im Journalismus

Über Fehlentwicklungen in den Medien wird viel geredet. IQ will die Qualität in den Mittelpunkt stellen - durch Aus- und Weiterbildung, Medienforschung und -kritik, Selbstkontrolle und journalistische Leistungen. Ziel ist, Qualität im Journalismus zu sichern und zu fördern - im Interesse des Publikums und zur Zukunftsicherung der Medien.
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Kontakt

DJV-AG Bildung und Qualität
Bennauerstrasse 60
53115 Bonn
Mail: info@ulrike-kaiser.de
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